Warum wir klicken was und wütend macht, und wie wir lernen anders zu reagieren

Warum wir klicken, was uns wütend macht, und wie wir lernen anders zu reagieren
Algorithmen belohnen Inhalte, die emotionalisieren und polarisieren. Unser Gehirn ist dafür besonders anfällig. So können wenige Akteure öffentliche Debatten verzerren und Demokratie schwächen. 

In der Aula der Pädagogischen Hochschule Freiburg und auf dem Kongress für digitale Bildung Learntec in Karlsruhe habe ich über verzerrte Wahrnehmung und die Macht von Social Media Plattformen gesprochen.

Beim Sprechen fiel mir auf, dass wiederholt Smartphones in die Höhe gehalten wurden, um Folien zu fotografieren. Und dennoch blieb das Publikum nachdenklich zurück.

Meine drei Vorschläge, wie wir lernen, anders zu reagieren, wie wir kritisches Denken und Medienkompetenz stärken können:

Halte inne - halte aus - erzähle das Gute

Die Vorschläge klingen einfach, sind es aber nicht unbedingt, denn sie erfordern das langsame Denken. Sie kosten uns Energie. Aber: Je öfter wir sie trainieren, um so leichter fallen sie uns.

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Die Fabrikation der Wahrheit

Ada Rhode: Wie Algorithmen unser Denken lenken und warum das demokratiegefährdend ist.

Wie Algorithmen unser Denken lenken und warum das demokratiegefährdend ist.

Wir glauben, was uns vertraut vorkommt, klicken, was uns bestätigt und merken nicht, wie schmal unser Blick wird. Was Instagram und TikTok heute filtern, bestimmt morgen unsere Meinung.

Algorithmen sortieren, was wir sehen und damit auch, was wir für wahr halten. Sie haben unseren Nachrichtenkonsum verändert und die Art, wie wir miteinander kommunizieren. Es ist eine Welt, die erst seit etwas mehr als zehn Jahren existiert.

Das Problem: Der Kampf um unsere Aufmerksamkeit hat politische und gesellschaftliche Folgen. Die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz verstärkt Entwicklungen, die unserer Demokratie schaden.

Ada Rhode: Vortrag „Wie Algorithmen unser Denken lenken und warum das demokratiegefährdend ist“

In meinem Vortrag „Wie Algorithmen unser Denken lenken und warum das demokratiegefährdend ist“ habe ich darüber gesprochen, beim Symposium „Die Fabrikation der Wahrheit“ am 24.10.2025 im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe.

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KI, Demokratie und Aufmerksamkeit – meine Nachlese der re:publica 25

KI, Demokratie und Aufmerksamkeit - meine Nachlese der re:publica 25

Im Sommer 2023 habe ich festgestellt: Seit etwa 2010 gibt es weltweit weniger vollständige Demokratien. Zur gleichen Zeit begannen Social-Media-Plattformen, bisher chronologisch angezeigte Inhalte per Algorithmus für Nutzer*innen zu sortieren.

Das wirft für mich drei Fragen auf: Haben diese Algorithmen zur Schwächung von Demokratien beigetragen? Was können Medien, Politik und Gesellschaft konkret dagegen tun? Und wie verändert generative KI das Ganze weiter?

Fragen zur demokratischen Gesellschaft, mit denen ich mich in meiner Masterarbeit befasst habe und die auch im Fokus der re:publica 25 Generation XYZ standen. Neun ausgewählte Vorträge zum Thema.

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Die Vierte Gewalt: die Bedeutung von Medien für Demokratien

Die Vierte Gewalt die Bedeutung von Medien für Demokratien

Journalistische Medien sind essenziell für stabile Demokratien: Sie informieren, kontrollieren politische Macht und fördern den gesellschaftlichen Diskurs. Wie können sie ihre Verantwortung in einer zunehmend komplexen Welt wahrnehmen? Welche Rolle spielen Medien im digitalen Zeitalter und welche Kompetenzen brauchen Journalist*innen heute, um Demokratien zu stärken und Orientierung zu bieten.

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Die Gesellschaft: politische Kultur und Teilhabe

Die Gesellschaft politische Kultur und Teilhabe

Das Vertrauen in Nachrichten sinkt, Nachrichtenvermeidung steigt, und rechte Ideologien finden in Krisenzeiten Zulauf. Gleichzeitig wird die deutsche Gesellschaft diverser, doch Medien bilden diese Vielfalt oft unzureichend ab.

Wie kann Demokratie gestärkt werden, wenn kurzfristige politische Entscheidungen langfristige Herausforderungen ignorieren? Studien zeigen, dass mehr Bürgerbeteiligung und partizipative Demokratie Wege aus der Krise bieten könnten. Wie können Medien und Politik den Dialog fördern und Vielfalt als Stärke nutzen?

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Die Gesellschaft: Werte und Polarisierung

Die Gesellschaft Werte und Polarisierung

Wie polarisiert ist die deutsche Gesellschaft wirklich? Die Studie Triggerpunkte zeigt: Konflikte existieren in Bereichen wie Armut, Migration, Anerkennung und Klimakrise, doch eine tatsächliche Spaltung ließ sich nicht nachweisen. Vielmehr erzeugen politische und mediale Akteure den Eindruck von Lagerbildung durch emotionalisierte Debatten.

Die stille Mitte wird oft übersehen, während extreme Ränder dominieren. Die Lösung? Mehr Offenheit für Perspektivenvielfalt und ein sachlicher Dialog, der Konsens ermöglicht – eine Aufgabe für Politik, Medien und Zivilgesellschaft gleichermaßen.

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